Fragebogen für politische Journalisten

Politische Berichterstattung ist ein schwieriges Feld. Während sich über 600 Abgeordnete mit im Schnitt zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern, Ministerialreferate und EU-Generaldirektions-Units und Verbandsabteilungen um Themen kümmern, soll der einzelne politische Journalist nur zu oft Allzweckkünstler sein.

Ein Fragebogen, den jeder politische Journalist für sich selbst durchgehen kann – auch gerne mit Reaktionen unten in den Kommentaren oder per Trackback/Pingback im eigenen Blog zu einem beliebigen Thema der vergangenen Wochen. 

  1. Hatten Sie Ahnung vom Thema?
    1. Ja, mindestens so viel wie der Abgeordnete/Minister/Staatssekretär/Politiker.
    2. Ja, mindestens so viel wie der zuständige wissenschaftliche Mitarbeiter/Referent.
    3. Nein, aber ich wusste, wer Ahnung hat und wen ich dazu anrufen sollte.
    4. Nein, und eigentlich habe ich es bis heute nicht verstanden.

  2. Haben Sie für die Recherche Unterstützung von der Redaktion erhalten?
    1. Ja, in Form von Archivmaterial/Dokumentationsmaterial.
    2. Ja, in Form von Telefonnummern/Interviewpartnerhinweisen.
    3. Ja, in Form von Zuspruch und Rückendeckung.
    4. Nein, weil ich das nicht benötigt habe.
    5. Nein.

  3. Hatten Sie Zeit für das Thema?
    1. Ja, ausreichend, weil meine Redaktion mir dafür entsprechend (bezahlte) Zeit zur Verfügung stellte.
    2. Ja, angemessen, weil ich in der Materie tief genug drin war und damit die Recherche kurz war.
    3. Ja, weil ich eh nichts Tiefergehendes darüber machen wollte.
    4. Nein.

  4. Hat bei der Expertenauswahl oder Stückgestaltung implizit oder explizit die eigene, persönliche politische Präferenz eine Rolle gespielt?
    1. Ja, ich fand das Thema persönlich relevant.
    2. Ja, ich habe dadurch Interviewpartner/Statementgeber gefunden/Kontakte genutzt.
    3. Nein, meine nicht – aber die des auftraggebenden/des Ressortchefs/des Chefredakteurs.
    4. Nein.

  5. Hat sich das Thema im Laufe der Recherche verändert?
    1. Ja, und ich habe entsprechend mein Stück/meinen Beitrag abgeändert.
    2. Ja, aber mein Stück/mein Beitrag ist gleichgeblieben, weil es sonst nicht verständlich gewesen wäre.
    3. Ja, aber mein Stück/mein Beitrag ist gleichgeblieben, weil es sonst irrelevant geworden wäre.
    4. Ja, aber mein Stück/meinen Beitrag konnte ich nicht mehr ändern.
    5. Nein.

  6. Haben Sie ihrer Meinung nach kompetente politische Interviewpartner/Statements für Ihr Stück/Ihren Beitrag gefunden?
    1. Ja.
    2. Nein.
    3. War nicht notwendig.

  7. Waren Sie für den Beitrag/das Stück auch mal an der frischen Luft?
    1. Ja.
    2. Nein.
    3. War nicht notwendig.

  8. Haben Sie für den Beitrag Direct Messages auf Twitter oder Privatnachrichten auf Facebook geschrieben?
    1. Ja.
    2. Nein.
    3. War nicht notwendig.

Die Auflösung folgt dann demnächst in den handelsüblichen Medien.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>