Sprachfragen

Man debattiert derzeit ein Leistungsschutzrecht. Ein Schutz zum Rechte der Leistung. Aber welcher eigentlich? Und wessen? Christoph Keese, Außenbeauftragter für besonders interessante Ideen beim Axel Springer Verlag, erklärt es so:

Verlage produzieren Inhalte, oder um einen Vergleich zu bemühen: Verlage stellen den Wein her, nicht die Flaschen.


Es ist unzulässig, einen Satz zu drehen und zu wenden, wie es einem beliebt. Machen wir es als Sprachspiel trotzdem einmal:

Verlage, nicht die Flaschen stellen den Wein her. Verlage produzieren Inhalte, um einen Vergleich zu bemühen.

Sicherlich nur ein Schelm, wer angesichts der Rolle des Axel Springer Konzerns (der übrigens seit 2003 auf Aktionärswunsch nicht mehr den Verlag im Namen trägt) hier eine Doppeldeutigkeit zu vermuten im Stande ist. Gesetze macht in Deutschland immer noch der Deutsche Bundestag. Nicht? Und sicherlich auch nur ein Zufall, dass der erste, der gestern inhaltlich etwas mehr über das im Koalitionsausschuss beratene Leistungsschutzrecht zu berichten wusste, die Bild war. Nicht? Und dann sicherlich erst recht ein Zufall.. Ach, das spar ich mir noch auf.

Die Merkelschaukel

Immer wenn Angela Merkel kommt, muss ich an die Hollywood-Schaukel denken. Die stand mit vielen anderen hier in Meseberg, als sich in meinen Wänden noch die Bewohner des umliegenden Dorfes trafen. Schaukeln dieser Art hatten eine Lehne, waren gepolstert und boten unter einem Sonnenschutz Platz für zwei bis drei Erwachsene. Warum die sogenannte Hollywood-Schaukel in der DDR so hieß, weiß niemand so richtig. Wahrscheinlich sollte der Name allein für jene Art Glanz sorgen, den es sonst nur im West-Fernsehen gab.

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Politische Poesie: Die wohldosierte DoSiWo

Mit wohldosiertem DoSiWo
mit diesem putzt der MdB
nicht etwa seiner Wohnung Klo.

Die DoSiWo, das Akü-Ding,
sie treibt auch keinen Wohnungsbau
obschon sie danach sehr wohl klingt.

Die DoSiWo, die DoSiWo
sie ist ein Krankheitsbild hingegen
da werden Hintern plattgesessen
da muss man Mitarbeiter stressen
und sich am Ende überlegen
ob DoSiWo, auch wohldosiert,
das Hirn vor eigener Entscheidung
nicht übermäßig strapaziert.

Herr Präsident! (Alles falsch jemacht)

Ach, Herr Präsident!  Wärnse doch man janz dezent
mit ihrn Freunden und der Frau mal beim Emir dajebliebn,
statt ihr Präsidialtalent in die Bildröhre zu schieben.

Ach Herr Präsident, hätt ich jemals sie jeliebt?

Hättense dem Diekemann oder wie der Schmierfrisuri heißt
einfach nicht ufs Band jegackert sondern ihm janz unauffällich
in seim eignen Paternoster eine Nacht lang festjetackert.